Freundlichkeit – Wenn Freundlichkeit zu einem versteckten Problem wird

Geschrieben von Oliver Martin

Freundlichkeit wurde schon immer als Tugend gepriesen. Von Kindesbeinen an wird uns beigebracht: Sei nett, hilf anderen, dann werden dich die Menschen mögen. Diese Botschaft begleitet uns bis ins Erwachsenenalter – bei der Arbeit, in Beziehungen und in der Gesellschaft insgesamt.

Oliver Martin zeigt jedoch, dass das, was oberflächlich betrachtet positiv erscheint, langsam deine Energie rauben und sogar deiner psychischen Gesundheit schaden kann. Zu nett zu sein bedeutet oft, sich selbst zu vergessen, bis man sich fragt, was man eigentlich wirklich will.

Die übersehene Kehrseite, „der Nette“ zu sein

Menschen mit einem großen Herzen spüren ganz natürlich die Bedürfnisse anderer. Sie antizipieren, sie gehen auf andere ein und sagen selten nein. Aber ständiges Entgegenkommen hat seinen Preis. Oliver Martin erklärt, dass übermäßige Freundlichkeit Misstrauen oder sogar Ressentiments auslösen kann:

Manche fühlen sich neben jemandem, der stets großzügig ist, unzulänglich.

Andere fragen sich, ob hinter all dieser Freundlichkeit ein verstecktes Motiv steckt.

Viele beginnen einfach, die Freundlichkeit als selbstverständlich anzusehen.

Mit der Zeit fühlt sich die Person, die immer nur gibt, möglicherweise unsichtbar – geschätzt für das, was sie tut, nicht für das, was sie ist.

Oliver Martin looking kind on a chair